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BERUFSFACHSCHULE FÜR MASSEURE UND PHYSIOTHERAPEUTEN BAUHERR: BLINDENANSTALT NÜRNBERG e.V.

Süd-Ansicht von der Briegerstraße
Architekten: Bernhard Heid Architekten,
  Hardenbergstraße 53, Fürth/Bayern
  Bernhard Heid, Architekt +18.04.2002
  Volker Heid, Architekt
  Wolfram Heid, Architekt
Mitarbeit: Jan Pröpper, Architekt
   
Fertigstellung I.BA: Dezember 1999
Baukosten I.BA: 6,6 Mio DM
Bruttorauminhalt I.BA: 7.100 m³
Nutzflächen I.BA: 1.120 m²
   
Eine Lärmschutzbebauung längs der Bahn in Form eines langen dreigeschossigen Winkels wurde gewählt um das Grundstück der Blindenanstalt vom Lärm der Eisenbahn zu schützen.
Das Gebäude ist so konzipiert, daß die Hauptnutzflächen und Aufenthaltsräume nach Südosten zur lärmabgewandten Seite ausgerichtet und die Lager, Nebenräume und Treppen der Bahn zugewandt sind. Aus schallschutztechnischen Gründen wurden an der Bahnseite überwiegend nur kleine Fenster zur Belüftung und Belichtung gewählt.

LAGEPLAN
   
   

Ansicht Lärmschutzseite BA I von Norden
Zur Orientierung ist das Bauwerk in kleinteilige zweigeschoßige Blöcke unterteilt. Diese werden durch das 2.Obergeschoß - gleichsam einer aufgesetzten Trägerkonstruktion mit runden ausgestanzten Löchern - verbunden.

Im ersten Block an der Brieger Straße sind im Erdgeschoß die Räume der Frühförderung in den Obergeschoßen die Räume für Verwaltung und Mobiler Sonderpädagogischer Dienst vorgesehen.
Im zweiten Block ist der erste Teil der Berufsfachschule für Masseure und Physiotherapeuten untergebracht.
Dieser beinhaltet Klassenzimmer und Gymnastikraum im Erdgeschoß, Wannen- und Fango-Raum im 1.Obergeschoß und Übungsräume im Dachgeschoß.

Kleine Plätze und Aufweitungen der Gänge im Gebäude, unterstützt durch die Lichtführung dienen als Orientierungshilfe. Obligatorisch für Blinde und Sehbehinderte ist die rechtwinklige und einfache Wegeführung am und im Gebäude.

Selbstverständlich ist es, bei der Material- und Farbauswahl für diese sensible Aufgabe auf die Belange der verschieden stark Sehbehinderten und Blinden einzugehen. Die Materialien wurden weitestgehend in ihrer Originalfarbe eingesetzt, wobei auf starke Kontraste geachtet wurde.

Zum Beispiel: dunkelbrauner Walnußparkettboden zu hellgrauen Modulsteinwänden. Bei der Farbe wurde auf eine möglichst große Signalwirkung Wert gelegt. Die Lichtwirkung durch einzelne klar definierte große Fenster, die Reihung von sichtbaren Stützen und die klare Abhebung von Türen bedeuten Hilfen zur Orientierung.

Süd-Ost-Ansicht BA I zum ruhigen Grundstücksbereich
Flure mit speziell auf das sehbehinderte Klientel ausgerichteten Fußbodenbelägen
   
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